alpha Uni Klimaschutz studieren

Von: Susanne Bauer-Schramm

Stand: 26.10.2021

Die TH Bingen bietet als Vorreiter und erste Hochschule in Deutschland den ersten Bachelor-Studiengang "Klimaschutz und Klimaanpassung" an. Hier bekommst du einen Überblick, wie das Studium funktioniert, für wen es geeignet ist, wie lange es dauert und vieles mehr.

Alpha Uni - Klimaschutz studieren an der TH Bingen
Carolin studiert im 8. Semester Klimaschutz-Klimaanpassung an der TH Bingen | Bild: BR

Studiendauer Regelstudienzeit 7 Semester

Beginn des Studiums ist im Wintersemester.
Du kannst den Bachelorstudiengang Klimaschutz-Klimaanpassung
im Vollzeitstudium, Dualen Studium und Praxis integrierenden Studium studieren. Das heißt die Studierenden haben die Möglichkeit, mit vertieften Praxisphasen bei externen Partner zu studieren. Der Vorteil ist, du kannst im Dualen Studium schon ab dem 4. Semester erste intensive Berufserfahrungen sammeln.

Einblicke Carolin studiert Klimaschutz und Klimaanpassung (B.Sc.)

Zugangsvoraussetzungen Abi oder?

  • Fachhochschulreife
  • Hochschulreife
  • Berufsqualifizierter Hochschulzugang
  • Keine Zulassungsbeschränkung
  • ohne NC

Beim berufsqualifizierten Hochschulzugang heißt das eine Meisterprüfung oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung und Berufsausbildung oder Berufserfahrung (nach dem § 65 HochSchG (Hochschulgesetz) des Landesrechts Rheinland-Pfalz)

Skills Fan von Bio, Mathe und Chemie

  • Mathematik und Statistikaffinität
  • Logik und Denken in Modellen
  • Analysefähigkeit mit genauem Beobachten
  • Biologie und Chemie
  • Naturinteresse
  • Lust auf intensive Exkursionen

Studieninhalte Klimaschutz und Klimaanpassung B.Sc.

Der Studiengang arbeitet Ursachen und Folgen des Klimawandels heraus. Gleichzeitig bekommt man das Rüstzeug, Strategien für ein Leben mit dem sich verändernden Klima zu entwickeln, wie zum Beispiel Lösungsstrategien für zu versinken drohende Küstenstädte zu erarbeiten.

Das Studium baut auf den Naturwissenschaften auf:
Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und klassische Ingenieurswissenschaften stehen am Anfang im Vordergrund.

Ab dem 3. Semester werden Themen wie Klimatologie, Ökologie oder Umweltschutz gelehrt.

Später können die Studierenden ihre eigenen Schwerpunkte setzen, wie zum Beispiel in der Abfallentsorgung, dem Klimaschutz speziell in der Landwirtschaft oder auch ein vertieftes Studieren von Klimamodellen und Klimaszenarien. Analysieren von Konflikten und Synergien im Klima- und Umweltschutz ist genauso Thema wie das Herausarbeiten der Pro- und Contras von internationalen Klimaabkommen wie dem Parier Abkommen. 

Bodenkundelabor, Klimalabor, Mikroskopielabor stehen den Studierenden für Praktika zur Verfügung. Zum Erforschen des Rhythmus der Natur hat die TH Bingen einen phänologischen Garten, der Teil des Global Phenological Monitoring Programms (GPM) ist, in dem Wissenschaftler weltweit untersuchen, wie Pflanzen auf klimatische Bedingungen und Klimaveränderungen reagieren. 

Beim berufsqualifizierten Hochschulzugang heißt das eine Meisterprüfung oder gleichwertige berufliche Aufstiegsfortbildung und Berufsausbildung oder Berufserfahrung (nach dem § 65 HochSchG (Hochschulgesetz) des Landesrechts Rheinland-Pfalz)

Herausfordernd Ohne Mathe geht nichts!

Caroline, Klimaschutzstudentin  | Bild: BR

"Ich bin in Mathe das erste Mal durchgefallen. Das bedeutet, ich könnte noch zweimal durchfallen, also dreimal insgesamt. Und dann wäre mein Studium vorbei gewesen. Habe dann aber im zweiten Anlauf mit einer Lerngruppe gelernt und das hat zum einen auch viel Spaß gemacht und dadurch war die Motivation dann auch noch mal größer. Ich glaube auf jeden Fall fällt es mir jetzt im Studium deutlich leichter mich meinen Schwächen zu stellen, weil ich einfach wusste, wofür ich das mache. Das ist der Bereich, in dem ich arbeiten möchte. Also als es dann funktioniert hat, war es auf jeden Fall sehr cool, weil für mich persönlich das Mathemodul am schwersten war."

Caroline, Studentin für Klimaschutz und Klimaanpassung an der Technischen Hochschule in Bingen

Karriere Beste Chancen national und international

Wie du am besten als Klimaschutzberater*in durchstartest: Dadurch, dass Kompetenzen erworben werden, die in einem extrem wachsenden Tätigkeitsfeld auf dem nationalen, aber auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt gebraucht werden, haben Klimaschutzberater*innen beste Chancen in diesen Bereichen:

  • öffentlicher Dienst, Regierungs- und Kommunalorganisationen: Klimaschutzbeauftragter, Klimaschutzberater*in
  • Raumforschung und Landesplanung
  • Internationale und nationale politische Organisationen, Gesellschaften und Verbände
  • Ressourcenmanagement
  • Erneuerbare Energien
  • Consulting In Form von Klimaschutzberatung
  • Entwicklungsarbeit wie Mitarbeit in Aufforstungsprojekten

Gehalt Mit wieviel du rechnen kannst

Klimaschutzberater*in in einer Gemeinde:
Jahresgehalt im Schnitt bei 48.000 Euro brutto bzw. 3.500 bis 4.600 Euro/Monat je nach Region (Quelle: gehalt.de)

Projektreferent*in für Nachhaltigkeit mit Fokus auf den Klimaschutz in der Industrie:
Jahresgehalt im Schnitt bei 80.000 Euro brutto bzw. 6.000 bis 8.000 Euro/Monat (Quelle: gehalt.de)

Zieht man die Stellenanzeigen der Onlinebörse Indeed zurate, liegen die Jahresgehaltsangaben beim Beispiel des Umweltmanagers (m/w/d) im Schnitt bei 60.000 Euro brutto.

Grundsätzlich boomt der Bereich der Umwelttechnik. Laut Indeed sind besonders gefragt Ingenieure und technische Fachkräfte, aber auch Projektmanager, IT-Spezialisten, Vertriebsprofis und Berater. Hier kann man mit zum Teil überdurchschnittlichen Gehältern rechnen. Eine große Rolle spielt die Größe des Unternehmens. Die bekannte Faustformel gilt auch hier: je größer und bekannter ein Arbeitgeber, desto besser die Bezahlung. Es gibt gut bezahlte Jobs im Bereich der E-Mobilität, auch im Bereich der Batterietechnik werden Entwicklungsingenieure gesucht. Ein Product Manager, zum Beispiel ein Experte, der die Entwicklung und Fertigung der nächsten Batterie-Generation für Autos aus kaufmännischer Sicht steuert und dazu eng mit den Kunden, der Produktion und dem Vertrieb zusammenarbeitet, kann mit einem Jahresgehalt von 77.000 Euro brutto rechnen.

Genauso gibt es gut bezahlte Jobs im Bereich Solarenergie, Betreiber von Solarparks und Vermarkter von Sonnenkollektoren suchen Experten mit technischem Hintergrund. Projektentwickler und Sales Manager verdienen laut Indeed im Jahr 55.000 Euro brutto. Das Gehalt bei Projektleitern für Photovoltaik-Systeme in Deutschland liegt bei 70.000 Euro brutto. Für den Bereich Ausbau von Windkraftanlagen werden Ingenieure gesucht. Und der Arbeitsmarkt um den Bereich Wasserstoff zeigt das größte Wachstum bei neuen Stellenangeboten, hauptsächlich im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeit.

TH Bingen Bewerbung online möglich

Hier geht's zur Onlinebewerbung an der TH Bingen.

Leben in Bingen Was kostet es in Bingen zu wohnen?

  • 4,50 Euro bis über 10,00 Euro pro qm Kaltmiete je nach Alter, Beschaffenheit und Lage (Mietspiegel der Stadt Bingen / Stand 04/2021) zusätzlich Nebenkosten für Heizung/Strom/Wasser und Internet
  • 350 bis 360 Euro/Monat all inkl. für Appartement (17 qm bis 20 qm) im Studentenwohnheim

Weitere Studiengänge Von Agrarwirtschaft bis Umweltschutz

An der TH Bingen kannst du zum Schwerpunkt Klima noch diese Fächer studieren:

  • Agrarwirtschaft
  • Energie-Gebäude- und Umweltmanagement
  • Regenerative Energiewirtschaft und Versorgungstechnik
  • Umweltschutz

Je nachdem ob man mehr auf Sachgebiete in Umweltingenieurwesen, Bauingenieurwesen, Umweltwissenschaft, Umweltschutztechnik, Verfahrenstechnik, Ökologie oder Betriebswirtschaft setzt, werden neben der TH Bingen quer durch Deutschland Studiengänge zu Klima- und Umweltschutz angeboten.

Bachelor- und Masterstudiengänge zur Spezialisierung findest du zum Beispiel unter folgenden Schlagworten:

  • Energietechnik, Energieeffizienz und Klimaschutz
  • Umweltingenieurwesen
  • Smart-Building Engineering and Management
  • Geotechnik
  • Betriebswirtschaft/Ressourceneffizienz-Management
  • Climate Change Managemen
  • Bau- und Umweltingenieurwesen

Frage Neugierig geworden? Sollten wir zu diesem Thema öfter berichten?