alpha Uni Journalismus studieren - Themen spannend und verständlich aufbereiten

Von: Christian Wurzer

Stand: 29.12.2021

Sarah studiert Journalistik im Bachelor und bereitet sich auf unterschiedliche Aufgaben in den Medien vor. Sie lernt, wie man journalistische Beiträge für die klassischen Medien Print, Radio und Fernsehen erstellt, aber auch wie man Medieninhalte für Online- und Social Media-Portale produziert.

Sarah Bayerschmidt, Journalistik-Studentin an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt | Bild: BR

Zulassungsvoraussetzungen zum Studiengang Journalistik

Für den Studiengang Journalistik brauchst du die Allgemeine Hochschulreife, also Abitur.

Der Studiengang wird an Universitäten und privaten Hochschulen angeboten. Er kann an der einen oder anderen Universität einer Zulassungsbeschränkung, also einem Numerus Clausus (NC), unterliegen. Es muss aber nicht jedes Jahr ein NC ausgeschrieben sein. Manchmal wird als Zulassungsvoraussetzung auch ein Praktikum bei einem Medienunternehmen eingefordert.

Studierende der Journalistik Medienmacher von morgen

Studieninhalte: Theorie kombiniert mit viel, viel Praxis

Der Studiengang Journalismus umfasst drei große Fachgebiete: Kommunikationswissenschaft, gesellschaftliche Grundkompetenz und journalistische Praxis. Du befasst dich theoretisch mit Themenbereichen wie:

  • Kommunikations- und Medienethik
  • Medieninhalte und deren Nutzung und Rezeption
  • Medienpolitik
  • Medienrecht
  • Medienwirkung
  • Kommunikationsforschung
  • Kommunikation in Online und Social Media
  • Politische Kommunikation.

Dazu kommt viel Medienpraxis im Fernseh-, Radio- und Printjournalismus und natürlich auch im Online- und Social Media-Bereich. Im Studium musst du viele Praxisarbeiten zusammen mit deinen Mitstudierenden erledigen, aber auch eine ganze Reihe von Pflichtpraktika in verschiedenen Medien absolvieren. Hier lernst du alles, was du für den Redaktionsalltag in multimedial produzierenden Medienunternehmen brauchst: von der Themenfindung bis hin zur journalistischen Aufbereitung der Themen für die crossmediale Veröffentlichung in analogen und digitalen Ausspielwegen.

Schon während des Studiums kannst du dich spezialisieren, zum Beispiel thematisch auf den Bereich Kultur- oder Sportjournalismus, oder aber Medien spezifisch, für Online-, Radio-, Fernseh- oder Printjournalismus.

An manchen Universitäten, wie an der Katholischen Universität Eichstädt-Ingolstadt, ist ein Auslandspraktikum obligatorisch.

Welche Skills brauchst Du?

  • gute Allgemeinbildung
  • Kommunikationsstärke
  • Sprachgefühl und sprachliche Ausdruckskraft
  • Analyse- und Assoziationsvermögen zu Verknüpfung von Zusammenhängen
  • Flexibilität
  • Soziale Kompetenz

Studiendauer und Prüfungen

Der Bachelorstudiengang Journalismus dauert in der Regel sechs Semester. Manche Universitäten haben sogar Pflichtsemester im Ausland in ihr Curriculum aufgenommen. Da der Studiengang sehr praxisnah ist, finden viele Prüfungen in Form von Projektarbeiten statt. Oft arbeitest du dabei mit deinen Mitstudierenden zusammen und bereitest ein komplexeres Thema crossmedial für verschiedene Ausspielwege auf.

Für den Bachelor of Arts (B.A.) musst du eine schriftliche Bachelorarbeit einreichen und die Abschlussprüfung bestehen. Willst du dich mit einem Master of Arts (M.A.) weiterqualifizieren, musst du inklusive Masterarbeit und Prüfungen weitere vier Semestern einplanen.

In welchen Berufen arbeiten Journalisten und Journalistinnen?

  • Journalist:in
  • Redakteur:in
  • Onlineredakteur:in
  • Pressesprecher:in
  • Sportjournalist:in
  • YouTuber:in / Vlogger:in
  • Blogger:in
  • Social Media Manager:in
  • Content Manager:in

Berufseinstieg und Karriere

Tatsächlich traut sich kaum jemand, die Berufsaussichten für Absolventen und Absolventinnen der Journalistik einzuschätzen. Fakt ist: Viele Medienunternehmen wollen bzw. müssen sparen, trotz sich stetig ausweitender digitaler Betätigungsfelder. Immer wieder aber eröffnen sich zurzeit im Social Media-Bereich neue Felder, in die Unternehmen hineinstoßen müssen, wollen sie konkurrenzfähig bleiben.

Journalist:in ist ein höchst abwechslungsreicher Beruf, der eine permanente Offenheit für Neues verlangt. Als Reporter:in oder Redakteur:in musst du dich immer wieder auf neue Themen einstellen. Die digitale Entwicklung der Medienbrache wird dich zudem ständig mit neuen Produktionsarten und Publikationsmöglichkeiten konfrontieren. Wenn Du eine grundsätzliche Neugier und Offenheit und eine Leidenschaft für die journalistische Aufbereitung von Themen mitbringst, hast du gute Chancen, einen Weg in eine journalistische Karriere zu finden, zum Beispiel:

  • in der Öffentlichkeitsarbeit
  • in der Unternehmenskommunikation
  • in öffentlich-rechtlichen und privaten Medienanstalten
  • in Verlagen
  • in der Kulturbranche
  • oder in der Politikberatung.

Um als Journalist:in zu arbeiten, brauchst du nach dem Bachelorabschluss nicht unbedingt auch einen abgeschlossenen Masterstudiengang in Journalismus. Er hilft aber, willst du einmal eine leitende Funktion in einem Medienbetrieb ausüben.

Meist bildet ein Volontariat in einem Medienunternehmen den Berufseinstieg. Bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verdienst du als Volontär:in zwischen 1850 € und 2250 € brutto im Monat.

Bsp.: Bayerischer Rundfunk

Bei privaten Medienunternehmen sind die Gehälter für ein Volontariat niedriger, abhängig vom Bundesland und Unternehmen.

Als Journalist:in arbeitest du oft als freier Mitarbeiter bzw. als freie Mitarbeiterin für verschiedene Medienunternehmen und Auftraggeber. Einerseits bedeutet das weniger Sicherheit, andererseits aber auch einen sehr abwechslungsreichen Arbeitsalltag, weit weg von Routine. Essentiell ist ein berufliches Netzwerk mit genügend Kontakten zu möglichen Auftraggebern.

Journalismus studieren heißt: es mit der Freizeit nicht so genau zu nehmen

Sarah Bayerschmidt, Journalistik-Studentin an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt | Bild: BR

"Ich glaube, man muss Bock auf das Studium haben. Es ist nicht so, dass wir wenig zu tun haben. Wir sind viel an der Uni, und man ist schon oft auch in der Freizeit gefordert. Tatsächlich verschwimmt das Studium manchmal mit der Freizeit, aber das ist für mich nicht wirklich was Negatives, weil ich mich auch gerne mit den Leuten treffe, mit denen ich hier studiere."

Sarah, Studentin im Studiengang Journalistik

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