Schulfernsehen


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Dein Gehirn Erinnere Dich!

Während Christian die Herausforderungen seines Tages meistert, ist sein Gedächtnis permanent aktiv: Nicht nur beim bewussten Erinnern, sondern auch beim Basketball spielen oder bei einer Kissenschlacht mit Felicitas und Mike.

Stand: 16.09.2013

Christian blickt in die Kamera, stehend auf der Straße | Bild: BR

Der Film erklärt, welche Informationen das Gehirn wie lange speichert, welche Arten von Gedächtnis es gibt und welche wichtigen Aufgaben das Gedächtnis neben dem reinen Erinnern sonst noch hat. Dabei zeigt er, welche Instanzen im Gehirn bestimmen, was lange erinnert wird und was schnell wieder in Vergessenheit gerät und durch welche Prozesse das geregelt wird. Der Zuschauer erfährt außerdem, warum es ohne Schlaf kein Gedächtnis gibt und wie das Gehirn Erinnerungen auch laufend verfälscht.

Lang- und Kurzzeitgedächtnis

Damit Christian sich an bestimmte Dinge vom Vortag erinnern kann, bedarf es im Gehirn einer Vielzahl miteinander verbundener Nervenzellen, die Nervenimpulse übertragen und Informationen weiterleiten. Im Gehirn bilden sich Erinnerungsmuster, die diese Informationen speichern und die Christian beim Erinnern wieder aufrufen kann.

Wichtige Informationen, die Christian im Moment braucht, kommen zuerst ins Kurzzeitgedächtnis – unwichtige Infos werden vernachlässigt. Um ins Langzeitgedächtnis zu gelangen, müssen die Informationen erst den Hippocampus passieren, die zentrale Pforte zum Langzeitgedächtnis.

Wissen, verfälschte Erinnerungen, Vergessen

Während Christian sich beim Basketball an bestimmte Bewegungen unbewusst erinnert, greift er im Unterricht ganz bewusst auf bereits vorhandenes Wissen zurück. Beim Gedanken an Felicitas werden in Christians Gehirn wiederum persönliche Erinnerungen aufgerufen, die durch Gefühle und Wünsche verfälscht werden können.

Wie war noch einmal das Passwort? Manchmal kann Christian wichtige Informationen nicht abrufen. Für das Vergessen ist häufig Stress verantwortlich. Stresshormone führen dann zu Störungen im Bereich der Erinnerungen. Ab dem 20. Lebensjahr bauen wir zudem mehr Nervenzellen ab, als wir neue aufbauen. Deswegen nimmt die Leistung unseres Gedächtnisses ab.

Gedächtnis und Schlaf

Wenn Christian schläft, wird das Faktenwissen zusammen mit seinen persönlichen Erinnerungen in der Tiefschlafphase verfestigt. Informationen werden vom "Zwischenspeicher" in den "Langzeitspeicher" übertragen. Motorische Erinnerungen werden in den Traumphasen stabilisiert. Zudem werden Informationen aus dem "Langzeitspeicher" analysiert und mit Bekanntem verknüpft.

Quelle: Planet Schule


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