Schulfernsehen


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Lebensgemeinschaft Wald (1) Pflanzen und Tiere im Wald

Deutschland ist ein Waldland. Ein Drittel der Gesamtfläche unseres Landes decken Wälder. Aber Hand aufs Herz: Wer weiß schon wirklich, welche überraschende Vielfalt an Pflanzen und Tieren in dieser so oft verklärten, deutschen Seelenlandschaft lebt? Unser Waldspaziergang schließt die Wissenslücken.

Von: Anita Bach, ein Film von Anita Bach

Stand: 02.11.2012

Die Schüler einer 8. Mittelschulklasse besuchen das Walderlebniszentrum in Erlangen-Tennenlohe. Von den Förstern erfahren sie, woran man die heimischen Bäume sicher erkennen kann. Aus Blättern, einem Stück Borke und den Früchten erstellen sie Baumsteckbriefe für die wichtigsten heimischen Laub- und Nadelbäume wie Buche, Eiche, Fichte, Kiefer und Tanne.

Scheue Paarhufer mit und ohne Geweih

Zur Lebensgemeinschaft Wald gehören nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere. Ein ständiger Bewohner unserer Wälder ist das Reh. Während die weiblichen Rehe, die Geißen, manche sagen auch Ricken zu ihnen, keinen Kopfschmuck tragen, imponiert der Rehbock mit seinem Gehörn. Der Rothirsch ist unser größtes und wehrhaftestes Waldtier. Sein Geweih nimmt mit seinem Alter an Größe zu. Jedes Jahr im Februar wirft er seinen Kopfschmuck ab, anschließend wächst dieser aber wieder nach. Weibliche Tiere tragen kein Geweih. Lieblingsnahrung der Hirsche sind Gräser und Waldfrüchte, und die Rinde der Bäume. Hirsche sind tagsüber aktiv.

Leibspeise Eicheln

Das Wildschwein hat sich in vielen Waldregionen stark vermehrt. Wildschweine leben in der Rotte. Meistens gehören dazu die Schwestern einer Familie mit ihrem Nachwuchs, den Frischlingen. Die männlichen Schweine bleiben bis zur Paarungszeit im Frühjahr unter sich. Im Waldboden suchen sie nach Würmern, Bucheckern und Eicheln.

Eicheln sind auch die Leibspeise der Eichelhäher. Für den Winter legt der Eichelhäher sich Vorräte an. Weil er aber nicht alle seine Verstecke wiederfindet, sät er so Eichen aus. Auch die Eichhörnchen sorgen vor und verstecken Eicheln im Boden. Wenn sie Hunger haben, graben sie diese wieder aus.

Die Waldpolizei

Meterhohe Hügel weisen auf die Wohnstätten der Waldameisen hin. In einem Ameisenhügel, lebt ein ganzer Staat der Roten Waldameise, ihm gehören mehrere Königinnen und Tausende von Arbeiterinnen an. Waldameisen gelten als die Polizei des Waldes. Sie vertilgen die Larven der Forstschädlinge und stehen unter Naturschutz.


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