Schulfernsehen


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Rom (4) Das Ende der alten Götter

Letztlich zerfiel das Weltreich Rom. Doch die Stadt wurde zum Zentrum des neuen Glaubens und blieb dies bis heute.

Stand: 03.07.2014

Durchgang der Befestigungsmauer | Bild: BR

Die letzte Folge "Das Ende der alten Götter" steht im Zeichen des Niedergangs. Das Imperium bedrohten an der Nordgrenze Germanen, im Osten Hunnen. Untergangsvisionen machten sich in Rom breit. Aus Furcht vor Barbareneinfällen umgab sich die Kapitale mit einem gewaltigen Mauerring, dessen Reste auch heute noch beeindrucken. Trotz dieser Drohkulisse kam es in der Spätantike zu einer kurzen Blüte. Riesige Thermen wurden errichtet.

Unter Kaiser Konstantin wandelte sich das Christentum von der Geheim- zur Staatsreligion. Gottesdienste fanden nicht mehr im Verborgenen statt. Prachtvolle Kirchen entstanden jetzt mit kaiserlicher Unterstützung in der ganzen Stadt. Die Gräber der Apostel Petrus und Paulus wurden zum Ziel von Wallfahrten. Die Verehrung von Märtyrerreliquien setzte einen Strom von Pilgern in Gang. Rom wurde zum Zentrum des neuen Glaubens und ist es bis heute geblieben.

Zur Sendereihe

In ihrer vierteiligen Dokumentation will Elli G. Kriesch Herrschafts-, Bau- und Alltagsgeschichte dieser Hauptstadt der Welt in einen historischen Kontext setzen und dem Zuschauer den neuesten Stand der archäologischen Forschung nahebringen. Nicht nur die Bedeutung einzelner Bauwerke wird dargestellt, sondern auch ihre Funktion in der römischen Gesellschaft erklärt. Wie lebten die Aristokraten, wie die Plebejer? Warum baute man Tempel, Triumphbögen und Siegessäulen? Wie verlief der Alltag in der Stadt auf den sieben Hügeln? Wie entwickelte sich das urbane Leben, Kultur und Unterhaltung? Ein Presenter schlägt dabei die Brücke von der Gegenwart in die Vergangenheit, von den Problemen einer modernen Großstadt zu den Problemen einer antiken Kommune. Wie sah die Stadt damals aus und was ist heute noch davon erhalten?


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