ARD alpha Uni Apotheker:in – Ansprechpartner:in in Sachen Medizin

Von: Christian Wurzer

Stand: 06.07.2022 12:35 Uhr

Apotheker:in sein bedeutet für Menschen da zu sein und auf jeden individuell eingehen zu können. Viele brauchen nach dem Arztbesuch deine ausführliche Beratung und sie vertrauen deinen fachlichen Kenntnissen. In diesem Beruf hast du eine große Verantwortung.

Dennis Heinz, Apotheker in München | Bild: picture-alliance/dpa und BR

Zulassung zum Beruf Apotheker:in

Apothekerinnen und Apotheker haben Pharmazie studiert und eine 12-monatige praktische Ausbildung absolviert, mindestens sechs davon in einer öffentlichen Apotheke. Die übrigen Monate können in einer Krankenhausapotheke, in einer einschlägigen Verwendung beim Sanitätsdienst der Bundeswehr, der Industrie, einer Arzneimittelzulassungsstelle oder in der Forschung absolviert werden. Teil der praktischen Ausbildung ist ein vier- bis sechswöchiger Begleitunterricht mit praktischen Themen, Rechtsfragen, sowie Betriebswirtschaft.

Das Praxisjahr schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Nach dem Bestehen dieser Prüfung kann der Antrag auf die Erteilung der Approbation als Apotheker:in gestellt werden. Die Details zur Approbation regelt bundesweit die „Approbationsordnung für Apotheker“ (AappO)

Mit erteilter Approbation dürfen die Pharmazeuten auch die Berufsbezeichnung Apothekerin, bzw. Apotheker führen und erlaubt auch den Beruf als Apotheker:in auszuüben.

Apotheker:in - kein Traumjob?

Skills und Fähigkeiten für den Beruf Apotheker:in

  • Naturwissenschaftliches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Belastbarkeit
  • Sorgfältige Arbeitsweise in allen Dingen
  • Empathie und Kommunikationsvermögen

Berufschancen und Karriere für Apotheker:innen, Pharmazeutinnen und Pharmazeuten

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. ist  (ABDA) spricht seit Jahren von einem Apotheker-Mangel und fordert mehr Studienplätze. Gerade, was Apothekerinnen und Apotheker angeht, stehen die Beschäftigungschancen gut, vor allem in öffentlichen Apotheken. Pharmazeuten und Pharmazeutinnen, sowie Apothekerinnen und Apotheker arbeiten aber einem breiteren Aufgabenfeld, das sich durch Spezialisierungen erschließen lässt:

  • Allgemeinpharmazie
  • Klinische Pharmazie
  • Arzneimittelinformation
  • Pharmazeutische Analytik und Technologie
  • Toxikologie
  • Ökologie
  • Theoretische & praktische Ausbildung
  • Öffentliches Gesundheitswesen
  • Sanitätsdienst der Bundeswehr
  • Klinische Chemie
  • Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln


Wie in anderen Branchen auch, steigert ein Doktortitel im Fach Pharmazie die Chancen zum Aufstieg auf der Karriereleiter, sei es im öffentlichen Dienst, aber auch in größeren Pharmaunternehmen.

Gehälter variieren

Pharmazeuten und Pharmazeutinnen, sowie Apothekerinnen und Apotheker verdienen zwischen 3774 Euro brutto und mit steigender Berufserfahrung bis zu 5392 Euro brutto monatlich.

In leitenden Positionen, etwa als Apothekenleiter, oder Abteilungsleiter in einem Unternehmen verdienst du im Schnitt, je nach Größe des Unternehmens zwischen 5268 Euro Brutto bis zu 6450 Euro brutto im Monat.

Quelle: Entgeltatlas, Bundesagentur für Arbeit

Im öffentlichen Dienst und in der Bundeswehr werden Apothekerinnen und Apotheker nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) in den gehobenen und höheren Dienst eingegliedert und nach dem den Besoldungsgruppen ab A13 bis A16 bezahlt. Hinzu kommen Zulagen, wie zum Beispiel, Dienstort, Familienstand, verwendungsspezifische Pauschalen usw.

Apotheker:innen sind Pharmazeuten:Pharmazeutinnen, aber auch Zuhörer:innen und Problemlöser:innen

Dennis, Apotheker in München | Bild: BR

"Die Kundschaft baut sich aus allem zusammen, was man sich vorstellen kann. Es ist ja ein Querschnitt der Bevölkerung. Jeder braucht mal Medikamente, jedem geht es mal schlecht und alle kommen dann zu uns. Was mir wirklich Spaß macht ist, wenn die Leute dann auch offen dafür sind, mit mir zu reden."

Dennis Heinz, Apotheker in München

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