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Französische Revolution Die Aufklärer

Stand: 21.02.2017

Jean-Jacques Rousseau | Bild: picture-alliance/dpa

Ihr Ziel ist gleich: weniger Macht für den König, mehr Macht fürs Volk. Der Weg dorthin ist allerdings unterschiedlich:

Montesquieu (eigentlich Charles de Secondat, Baron de Montesquieu) - geboren 1689, gestorben 1755 - ist ein Vordenker der Aufklärung. Er will die Macht, die bis dahin allein beim König liegt, aufteilen: Der die Gesetze erlässt (Gesetzgebung = Legislative) soll ein anderer sein, als der, der für ihre Einhaltung sorgt (Regierung, aber auch Polizei = Exekutivei). Wiederum jemand anderes soll für die Bestrafung bei Nichteinhaltung der Gesetze sorgen (Gerichte = Judikative). Diese so genannte Gewaltenteilung ist heute ein wichtiges Erkennungszeichen jeder wirklichen Demokratie.

Rousseau
(geboren 1712, gestorben 1778) sieht Privateigentum als Ursache für die Ungleichheit unter den Menschen an. Jean-Jacques Rousseau ist mit dieser These nicht nur wichtiger Impulsgeber für Frankreichs Revolutionäre, sondern auch Vorreiter des europäischen Sozialismus.

Voltaire (eigentlich François-Marie Arouet, geboren 1694, gestorben 1778) kämpft - anders als Rousseau - nicht für die Gleichheit von Besitz und Status, sondern für die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz.


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