14. Februar Warum feiern wir den Valentinstag?

Stand: 17.01.2023

Valentinstag - der Tag der Liebenden. Zeit, mal wieder daran zu denken, dem Partner oder der Partnerin seine Liebe auch zu zeigen. Am besten mit Blumen - so will es die Tradition. Aber woher kommt dieser Brauch und wer war eigentlich Valentin?

Postkartenmotiv zum Valentinstag um 1900 | Bild: picture alliance  imageBROKER  bildwissedition

Manche fiebern dem Valentinstag entgegen und ziehen alle Register der Romantik, andere verwerfen ihn als kommerziellen Quatsch. Auch wenn viele meinen, dass es keinen besonderen Tag braucht, um seine Liebe zu beteuern, machen sie Geschenke - und sei es nur um des lieben häuslichen Friedens willen.

Tag der Liebe: Distanz oder Nähe?

Valentinstag - Postkartenmotiv um 1900 | Bild: picture alliance / imageBROKER | bilwissedition

Liebesbekundungen zum Valentinstag um das Jahr 1900

Glücklich ist, wer dem Partner oder der Partnerin am Valentinstag persönlich ein Geschenk überreichen kann. Aber vielleicht ist es auch nicht möglich, den Tag zusammen zu verbringen. Wie wäre es dann mit einem Brief - wie in alten Zeiten, in dem man seine Liebe in handgeschriebenen Lettern bekundet? Romantischer geht es heutzutage kaum. Virtuelle Hilfsmittel wie Videotools sind zwar auch eine Möglichkeit, aber lange nicht so besonders und nachhaltig.

Tradition: Woher kommt der Valentinstag?

Postkartenmotiv um 1900 zum Valentinstag - ein Paar küsst sich | Bild: picture alliance / dpa-Zentralbild / our-planet.berlin-Heinz Krimmer | Heinz Krimmer

Blumen zum Valentinstag - der Klassiker schon um das Jahr 1900, wie das Postkartenmotiv belegt.

Der Valentinstag wurde als Fest der Jugend und der Liebenden seit dem späten 14. Jahrhundert zunächst in Frankreich und England begangen. In England wurden sogenannte "Valentinspaare" gebildet, die sich gegenseitig kleine Geschenke oder Gedichte schickten. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die Vereinigten Staaten, und so kam er durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in den westlichen Teil Deutschlands. 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten "Valentinsball". Von da an verbreiteten sich die Bräuche des Valentinstags über ganz Deutschland.

Namensgeber: Wer war der heilige Valentin?

Der heilige Valentin - Namensgeber des Valentintags | Bild: picture-alliance / akg-images | akg-images

Der heilige Valentin - Namensgeber des Valentinstags

Der Brauch, einem geliebten Menschen am Valentinstag etwas zu schenken, entstand aus Heiligenlegenden und antiken Traditionen. Darüber gibt es viele Spekulationen. Namensgeber für den Valentinstag scheint der heilige Valentin zu sein. Er lebte im 3. Jahrhundert in Rom und traute Liebespaare im Widerspruch zum römischen Recht nach christlichem Ritus, obwohl Kaiser Claudius II. das verboten hatte. Und er schenkte den Paaren sogar noch Blumen aus seinem Garten. Die Ehen dieser Paare standen der Überlieferung nach unter einem besonders guten Stern. Daher der Brauch, sich am Valentinstag Blumen zu schenken. Am 14. Februar 269 wurde der Geistliche auf Befehl des römischen Kaisers Claudius II. enthauptet.

Martyrium des Heiligen: Jahrhundertelang ein kirchlicher Gedenktag

In der katholischen Kirche war der Valentinstag lange ein Gedenktag, der von Papst Gelasius I. im Jahr 469 eingeführt worden war. An diesem Tag wurde des Martyriums des Heiligen gedacht. 1969 wurde der Tag aber aus dem römischen Generalkalender gestrichen, weil die Person des Valentins historisch nicht belegt werden kann. Beide Kirchen aber scheinen den Valentinstag für sich wiederentdeckt zu haben, denn sie nehmen den 14. Februar zum Anlass für besondere Segnungsgottesdienste.

Video: Der Heilige Valentin und die Liebe

Konsum: Kleine Geschenke erhalten die Liebe

Blumenstrauß mit Pfingstrosen | Bild: picture alliance / Zoonar | Volha Halkouskaya

Der Klassiker zum Valentinstag: ein romantischer Blumenstrauß

Das scheinen zumindest viele Liebenden zu glauben, die laut Umfragen am Valentinstag Geschenke machen wollen. Besonders beliebt sind Blumen. Es gibt sogar das Gerücht, dass die Blumenhändler den Valentinstag erfunden hätten. Das stimmt zwar so nicht, aber wenn es den heiligen Valentin nicht gegeben hätte, wäre das sicher eine gute Idee gewesen. Denn der Tag der Liebenden ist in jedem Fall auch ein Tag der Händler. Wie jedes Jahr verspricht sich der Einzelhandel vom Valentinstag ein Milliardengeschäft.

Blumensprache: Aufgepasst bei der Wahl der Blumen

Klassiker beim Blumenkauf sind immer noch rote Rosen. Sie sagen "Ich liebe Dich". Bei anderen Blumen muss der Schenkende allerdings gehörig aufpassen, dass er oder sie nicht versehentlich eine beziehungserschütternde Botschaft übermittelt. Margeriten zum Beispiel, ihre Botschaft: "Lass mich in Frieden!" Die bunten Gerbera dagegen kann man zu vielen Anlässen schenken, sie sagen: "Durch dich wird alles schöner."

Traditionen: Andere Länder, andere Sitten

Wohlgesprochen: Kann Liebe schöner definiert werden? 

Agatha Christie, mit ihrem Ehemann Max Mallowan 1973 | Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | BOB DEAR

"Nichts ist beglückender, als den Menschen zu finden, den man den Rest des Lebens ärgern kann."

Die britische Schriftstellerin Agatha Christie, die mit ihrem zweiten Ehemann Max Mallowan 46 Jahre verheiratet war.