Matthias Maurer Der Astronaut ist fit fürs Weltall

Stand: 31.08.2021

Astronaut ist ein besonderer Beruf, Matthias Maurer ist erst der zwölfte Deutsche, der ihn bislang ergriffen hat. Die Ausbildung ist anspruchsvoll, damit jeder Handgriff sitzt, sind hunderte Menschen eingebunden. Aus aller Welt.

Matthias Maurer in Weltraumanzug im Training | Bild: GCTC - A. Shelepin

Sechs Jahre Ausbildung liegen hinter Matthias Maurer, alles für diesen Moment Ende Oktober. Dann soll der ESA-Astronaut ins Weltall starten, genauer: an Bord einer SpaceX-Raumkapsel geht's zur Internationalen Raumstation. Damit ist er der erste Deutsche, der in einer SpaceX-Kapsel reist.

Exklusiv: Matthias Maurer kurz vor seinem Start

"Mir geht es wunderbar - es ist gerade die Ruhe vor dem Sturm!" Matthias Maurer im Interview mit der Space Night - über seinen Auftrag als Astronaut und seine persönliche Mission.

Training: Zu Wasser und zu Land

Astronautentraining in den USA | Bild: NASA / Norah Moran

Matthias Maurer, Tom Marshburn, Raja Chari und Kayla Barron (v.l.) beim Überlebenstraining im Johnson Space Center der NASA in Houston, Texas.

Schwerelosigkeit lässt sich auf der Erde nur in kurzen Parabelflügen trainieren. Als Alternative muss Wasser herhalten. Stundenlang verbringen angehende Astronauten wie Matthias Maurer in voller Montur in gigantischen Schwimmbädern, um Handgriffe zu üben und der Schwerelosigkeit nah zu kommen. Darüber hinaus müssen die Astronauten und Astronautinnen die Technik an Bord der Raumkapsel und der ISS beherrschen, sich mit den wissenschaftlichen Versuchen auskennen, die sie im Weltraum machen und sie lernen auch, kleinere medizinische Eingriffe umzusetzen.

Zitat: Warum er ausgewählt wurde

"Weil er gut ist."

Jan Wörner, ehemaliger Chef der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, im Jahr 2017

Ungesund: Leben im Weltall

Schwerelosigkeit

  • Knochen und Muskeln bilden sich zurück, darum stehen jeden Tag zwei Stunden Sport auf dem Programm.
  • Blut wird stärker Richtung Herz und Kopf gepumpt. Die Folge: Der Kopf schwillt an, Astronauten sind wie aufgedunsen.
  • Hirnwasser wird aus dem Kopf nicht ausreichend abgepumpt. Die Folge: Das Gehirn wird minimal gequetscht. Das Hirnwasser drückt auch auf die Netzhaut und beeinträchtigt vorübergehend das Sehvermögen.

Isolation

  • Auch wenn sie selbst gewählt ist, kann die Isolation Astronautinnen und Astronauten aufs Gemüt schlagen. Die Folge: depressive Stimmung oder Lagerkoller.
  • Es kommt häufiger zu Allergien, und zwar oft erst nach der Rückkehr, das Immunsystem ist durch die Isolation gespannt wie ein Bogen. Astronautinnen und Astronauten klagen zum Beispiel über Hautrötungen, die monatelang andauern können.

Tipp: Matthias Mauer auf Social Media

Frage Neugierig geworden? Sollten wir zu diesem Thema öfter berichten?