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Wüste: Definition Das sind die Kennzeichen einer Wüste

Wusstet ihr, dass es in Wüsten tagsüber plus 50 Grad heiß, nachts aber auch minus 20 Grad werden kann? Was macht eine Wüste aus? Es gibt verschiedene Definitionen. Zusammengefasst sind Wüsten Gebiete, in denen es sehr trocken ist und kaum regnet. Dadurch gibt es fast keine Vegetation. Und es kann eben sehr heiß oder kalt werden.

Stand: 15.02.2023

Definitionen, die beschreiben was eine Wüste ist, gibt es zwar nicht wie Sand am Meer, aber es finden sich doch einige. Manche Wissenschaftler definieren die Wüste als eine große vegetationslose bzw. -arme von Trockenheit geprägte Fläche, für andere sind geomorphologische Merkmale ausschlaggebend: Zusammenhängende Sand-, Stein-, Schotter- oder Salzareale bezeichnen sie als Wüste.

Wüstenformen: Sand, Stein, Salz und Eis prägen die Landschaften der Wüsten

Das sind die Kennzeichen von Wüsten:

Infografik: Niederschlag in mm/Jahr: So viel Regen gibt es in den verschiedenen Wüsten | Bild: BR zur Infografik Trockenheit der Wüsten Niederschlagsmengen in mm/Jahr

Semiarid, arid, hyperarid: der Trockenheitsindex für Wüsten. "Arid" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "trocken", semiarid dementsprechend halbtrocken und hyperarid sehr trocken. [mehr]

Weitgehend einig sind sich die Wissenschaftler darüber, dass man von einer Wüste spricht, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: geringe Vegetation, große Hitze oder Kälte und Wassermangel durch wenig oder gar keine Niederschläge.

Extreme Lebensbedingungen - hinzu kommt meistens aber noch ein weiterer Faktor, der Menschen, Tieren und Pflanzen das Leben in vielen Wüsten schwer macht: die hohen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. In manchen Gebieten der Sahara liegt die mittlere Tagestemperatur bei plus 45 Grad und fällt in der Nacht auf bis zu minus 20 Grad ab. Der Grund: Wegen fehlender Wolken strahlt die aufgestaute Hitze nachts ungehindert zurück in die Atmosphäre.

Naturkunst aus Stein: Wie Erosion die Wüste formt

Typisch Wüste: Der Regen erreicht den Boden nicht

Fehlende Niederschläge ergeben sich nicht nur durch die Abwesenheit von Regenwolken, sondern auch aus der Verdunstungsrate. Sie ist in Wüsten zum Teil so hoch, dass der Regen sich verflüchtigt, bevor er auf den Boden fällt.

Durch Trockenheit aufgerissener Lehmboden in der Syrischen Wüste

Die Abwesenheit von Wolken und die kaum vorhandene Vegetation begünstigen eine hohe Verdunstungsrate. Vor allem aber ist die Sonneneinstrahlung in den meisten Wüstenregionen intensiver: In Äquatornähe steht die Sonne oft zumindest fast senkrecht - wie ein zielgenau ausgerichteter Heizstrahler.

Halbwüsten - etwas feuchter als "echte" Wüsten

Die steppenähnliche Vegetation des Panamint Valley in der kalifornischen Wüste.

Gegenden, die etwas feuchter als "echte" Wüsten und mit schütterer Strauch- und Grasvegetation bedeckt sind, bezeichnet man als Halbwüsten, auch als Wüsten-Steppen oder Wüsten-Savannen. Darunter fallen zum Beispiel die Kalahari in Botswana, Teile der Great Sandy Desert in Australien oder die Patagonische Wüste von Argentinien.

Wie in der Wüste Sanddünen entstehen

Experte für die Wüsten der Erde

Michael Martin hat weltweit Wüsten durchquert und hält seine Eindrücke in beeindruckenden Fotos fest.

Der Münchner Michael Martin hat die Wüsten der Erde zu seinem Thema gemacht. Mit seinem Motorrad und seiner Kamera reist der Geograf um die Welt und hat Wüsten auf allen Kontinenten und in fast 50 Ländern durchquert. Er selbst bezeichnet sich als "wüstensüchtigen Abenteurer". Fernsehteams haben seine Expeditionen begleitet und von seinen Reisen bringt er beeindruckende Bilder mit, aus denen Fotobände oder Diavorträge entstehen.

Sendungen zum Thema Wüste


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