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Sterne & Sternbilder im August Göttertaumel und Schwanengesang

Auf breiten Schwingen fliegt der Schwan durch die Augustnacht und erinnert an einen taumelnden Gott. Sein Weg führt ihn über die Milchstraße, umwabert von zarten Nebeln. Unter ihm geht ein mächtiger Held auf die Jagd: der Schütze.

Von: Heike Westram

Stand: 01.08.2022 09:00 Uhr

Sternzeichen oder Sternbild?

Die astrologischen Sternzeichen beruhen noch auf der antiken Einteilung des Tierkreises in zwölf gleich lange Strecken und werden für Horoskope genutzt. Das Sternbild meint dagegen die tatsächlich aus den dazugehörigen Sternen am Himmel gebildete Figur - die astronomische Bezeichnung für eine bestimmte Sternengruppe.

Der August ist so recht der Wonnemonat für Sternegucker, denn noch laden die lauen Nächte dazu ein, unter dem Sternenzelt zu verweilen. Doch endlich werden die Nächte wieder etwas länger, sodass Sie früher Sternegucken gehen und auch mehr Sterne sehen können. Gegen zehn, elf Uhr abends ist es finster genug, dass auch die schwächsten Himmelskörper hervortreten. Um vier Uhr morgens verblasst die Sternenpracht allmählich. Zum Monatsende dauern die Nächte schon wieder mehr als sechs Stunden.

Sternkarte für August

Wenn die Abenddämmerung im August endet, gehen im Westen gerade die letzten Frühlingsbilder unter. Hoch im Süden prangt jetzt das helle Sommerdreieck. Im Osten ist schon das Herbstviereck zu sehen. Und in den Morgenstunden erscheinen bereits die Winterbilder über dem Horizont.

Fast der ganze Tierkreis

Selbst die kurze Augustnacht gibt Ihnen die Möglichkeit, viele Sternbilder des Tierkreises kennenzulernen, die auch den astrologischen Sternzeichen zur Vorlage dienen: Anfang August versinkt zu Beginn der Nacht die große Jungfrau im Westen, bald gefolgt von der unscheinbaren Waage. Im Südwesten reckt der Skorpion seinen hübschen Kopf über den Horizont. Genau im Süden steht der sommerliche Schütze. Im Verlauf der Nacht wandern die beiden unscheinbaren Sternbilder Steinbock und Wassermann über den südlichen Horizont entlang, während etwa um Mitternacht die Fische im Osten erscheinen, den kleinen Widder im Gefolge. Gegen zwei, drei Uhr taucht mit dem Stier das erste Wintersternbild auf. Ende August machen sich sogar die Zwillinge vor der Morgendämmerung bemerkbar. Nur Krebs und Löwe bleiben in den Sommernächten verborgen.

In den Tierkreis-Sternbildern erstrahlen meist auch ein paar besondere Lichter, die gar keine Sterne sind: Wir verraten Ihnen, welche Planeten jetzt zu sehen sind.

Quer über den Sternenhimmel zieht sich die Milchstraße, die im späten Sommer besonders schön zu sehen ist und ganz anders aussieht als im Winter. Wenn Sie ein Plätzchen finden, das dunkel genug ist für das zarte Sternenband.

Zeitangaben im "Sternenhimmel"

Auf- und Untergangszeiten für München

Alle Zeitangaben sind für den Standort München berechnet. Insbesondere bei Auf- und Untergangszeiten müssen Sie für andere Orte in Deutschland einige Minuten hinzuzählen oder abziehen.
Faustregel: Pro Längengrad ostwärts ziehen Sie vier Minuten ab, westwärts zählen Sie pro Grad vier Minuten dazu.
Die Abweichung pro Breitengrad ist dagegen abhängig von Jahreszeiten und Himmelsrichtung des beobachteten Objekts. Im extremsten Fall - etwa dem Sonnenaufgang im Winter - weichen die Zeiten im äußersten Norden Deutschlands um etwa eine halbe Stunde ab.


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